Neueinführung zwei Aktienindizies an deutscher Börse

Die Deutsche Börse AG hat seit dem 4. Januar 2010 zwei neue Aktienindizes für Familienunternehmen etabliert. Die technische Universität in München hat in Zusammenarbeit mit der deutschen Börse AG diese Indizes entwickelt, da man damit den Besonderheiten der sog. Der DAXplus Family Firm Index soll die Wichtigkeit von Familien-AGs“  besonders hervorheben.

Index für Familienunternehmen

Bull & Bear

Image by kleintjef via Flickr

Es handelt sich zwar meist um bereits börsennotierte Unternehmen, jedoch nehmen sie eine Mittelposition zwischen zwei Gegenpolen ein – nämlich den Unternehmen in Streubesitz auf der einen und komplett privat gehaltenen Unternehmen auf der anderen Seite. Für die Familien-AGs trifft zu, dass sie zwar über den Börsenhandel einen Teil des Unternehmens in den Streubesitz geben, der größte Teil und damit die Einflussmöglichkeiten bei der Gründerfamilie liegen. Unternehmen, die unter die Bedingungen der neuen Indizes fallen sollen, zeigten in den vergangenen Jahren eine Wertsteigerung ihrer Unternehmensanteile, die um etliches höher liegt, als bei Unternehmen, deren Teile sich in Streubesitz befinden.

Familien AGs arbeiten nachhaltiger

Das mag daraus resultieren, dass in Familienunternehmen auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit zumeist großer Wert gelegt wird. Daraus entwickelte sich die Notwendigkeit, ebendiese vergleichsweise erfolgreicheren Unternehmen in etwas homogenere Gruppen zusammenzufassen, die sich leichter beobachten und analysieren lassen. Der “DAXplus Family Firm Index” ist für Unternehmen gedacht, die den Kriterien des “Center for Entrepreneurial and Financial Studies” (CEFS) der technischen Universität München entsprechen und der “DAXplus Family Firm 20 Index” soll aus den größten 20 Familienunternehmen bestehen. Beide Indizes sollen weiterhin vom CEFS betreut und auch weiterentwickelt werden.

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